... is that really everything???

Ich bin zurück...

Es hat zwar sehr lange gedauert, und auch jetzt ist es noch sehr hart, aber ich bin wieder da. Normalerweise sagt man das nur, wenn man wieder voller Kraft und Lebensenergie ist, doch stehe ich immer noch am Anfang meiner "Rehabilitation". Wie es kommen musste, ging es im Prinzip immer noch weiter runter und auch jetzt kann ich nicht behaupten, es gehe bergauf. Dennoch ist in mir der Punkt erreicht, wo sich alles in mir dagegen wehrt noch weiter zu fallen und ganz aus dem Leben zu gehen. Vielleicht ist es auch nur wieder eine gute Phase und ich liege bald wieder auf dem Boden meines Zimmers und weine mir die Seele aus dem Leib.
Zumindest kann ich zurückblicken und über die vergangenen Dinge mit fester Stimme reden. Nach Andreas und Marcos Tod, nach der Trennung meiner Eltern, meiner gescheiterten Beziehung mit Tobi und meiner gegenwärtigen Beziehung mit Jiri (jaha ein neuer Name hier ^^), die alles andere als gut verläuft, kann ich trotzdem sagen: ich will wieder glücklich sein, um jeden Preis. Die Frage "Why do all good things come to an end?" (Nelly Furtado) kann ich immer noch nicht beantworten, aber wieso sollte ich auch? Man kann nur versuchen es zu akzeptieren. Ich gebe zu, mich schon von diesem Leben verabschiedet gehabt zu haben (oh je was für ein Satz), aber da ich es dann doch selbst zunichte gemacht hatte, dass es klappt, ist mir bewusst geworden, dass ein Teil in mir einfach nicht aufgeben will. Also konzentriere ich mich jetzt nur noch auf diesen winzigen Teil in mir und geb ihm soviel Kraft, wie ich noch aufbringen kann. Was mir ironischer Weise immer noch ein wenig hilft, ist der Gedanke, dass es anderen auf dieser Welt noch viel schlechter geht als mir, und allein für diese Menschen darf ich es nicht wagen einfach aufzugeben. Es ist schwer an eine glückliche Zukunft zu denken, aber hauptsache ich gucke nach vorne. Ich habe nicht viele Freunde, aber vor allem Monika (ich liebe dich meine süße) hilft mir, an meinem Leben festzuhalten.
Um mal zum Punkt zu kommen: jeder, der das hier liest, jeder, der meine Story ein wenig mitverfolgt hat, jeder, dem es auch im geringsten so geht wie mir, ob es Liebeskummer ist oder der Schmerz über einen großen Verlust, JEDER sollte wissen, dass es immer weiter geht weil es weiter gehen muss. Es gibt immer mindestens einen Menschen, der dich nicht verlieren will und auch wenn ich dich nicht kennen sollte, würde ich über deinen Verlust weinen. Ich habe für JEDEN ein offenes Ohr, Verständnis egal um was es geht und stehe mit offenen Armen da, weil ich weiß wie es ist, sich allein zu fühlen und den Schmerz nicht mehr aushalten zu können. Es gibt Menschen, den geht es noch schlechter als uns, die aber nichts dagegen tun können und dennoch den Mut nicht verlieren. Wir sollten alle ein wenig freundlicher zu dem anderen sein, auch wenn wir ihn nicht kennen, denn keiner weiß, wie es in diesem Menschen aussieht. Ich kann nur sagen, dass mir ein Lächeln schon sehr oft geholfen hat.
Kopf hoch an alle, denen es auch schlecht geht.

3.10.06 23:12

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