... is that really everything???

Fortsetzung abgebrochen...

Viele meiner Leser wunderten sich warum ich so lange nichts mehr geschrieben habe und auf ihre Fragen antwortete ich nur, dass ich keine Lust oder keine Zeit dazu h?tte. Nun m?chte ich mich aber f?r diese Notl?gen entschuldigen, da es einen triftigen Grund gibt, warum ich euch nicht mehr an meinem Leben hier teilhaben lassen wollte.

Nie in meinem Leben h?tte ich gedacht, dass mir so etwas passieren k?nnte und nicht nur deswegen hat es mein ganzes Ich zerst?rt.
Mein bester Freund Andreas Berndl, den viele unter Andal gekannt haben, hat sich am 9. Juli 2005 in seiner Garage erh?ngt.
Normal ist das f?r die meisten keine ?berraschende Nachricht mehr aber immer wieder ein neuer Schock.

Meine Mum kam langsam in mein Zimmer w?hrend ich auf meinem PC "Siedler" spielte. An ihrem Audruck erkannte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie wusste wohl nicht wie sie es mir am schonensten beibringen konnte, also sagte sie nur "Andreas Berndl hat sich gestern Nacht aufgeh?ngt". Es dauerte einige Zeit bis ich registrierte was sie da versuchte mir beizubringen, also schaltete ich erst mal den Computer aus und fragte "mein Andreas?". Sie nickte nur. Ich starrte auf meinen Schreibtisch... und fing an zu schreien bis sich die Nachricht w?rtlich in meinen Kopf einbrannte.
Nach l?ngerem fanden sich meine Sinne wieder zusammen und ich schrieb Tobi was passiert war und rief Julia an, die gerade auf dem Weg nach Deggendorf gewesen w?re. Genau wie ich konnte sie es nicht glauben und befahl mir, ich soll mich vergewissern, dass es nicht sein kann. Sie hat ihn doch noch am Vorabend auf dem Sch?fweger Fest lachend und mit den anderen Spa? habend gesehen.
Ich wei? nicht was sich in diesem Moment in meinem Kopf abspielte, aber noch nie habe ich so gelitten und noch nie habe ich mich so sehr danach gesehnt, ihm zu folgen.
Ich weinte tagelang und Tobi konnte nur machtlos neben mir sitzen, mir ausschlie?lich Trost durch seine Anwesenheit geben. Jeden Morgen wachte ich mit dem Gedanken auf "er ist nicht mehr da" und jede Erinnerung an unsere 12 gemeinsamen Jahre schn?rte mir die Luft ab. Verzweiflung und das "warum" drohten, meinen Verstand zu zerst?ren.

Zwei Tage jedoch blieben noch ?brig, die sich ebenfalls in mein Ged?chtnis einbrennen sollten:
Seine Beerdigung hat mir gezeigt, wie viele Menschen an ihm hingen und wie viele Freunde er hatte. Der gesamte Friedhof reichte nicht aus um alle Leute unterzubringen. Nat?rlich spielten sie auch sein Lieblingslied "Narcotic", was eine unheimliche Stille hervorrief und mir, mit dem Weinen seiner Eltern, das Herz in St?cke riss.
Am 6. August w?re er 18 Jahre alt geworden. Juli und ich kauften einen Blumenkranz f?r sein Grab.... doch bis heute habe ich es nicht geschafft ihn noch einmal an seinem Grab zu besuchen. Es klingt komisch doch ich habe panische Angst davor, genau wie vor meinem 18. Geburtstag, denn nie h?tte ich gedacht, ihn ohne meinen besten Freund feiern zu m?ssen.

Andreas war mehr als nur mein bester Freund... wir gingen zusammen in die Grundschule, wuchsen zusammen auf und ohne ihn w?re ich sehr oft alleine gewesen. Wir hatten so viel Spa? zusammen und er brachte mich immer zum lachen. Wir lie?en keine Gelegenheit aus irgendwelchen Schei? zu bauen. Dennoch werde ich nie erfahren warum er mich allein gelassen hat. Nie hat er einen Hinweis gegeben oder sich anmerken lassen, dass ihm was fehlen k?nnte. Jedes Mal wenn ich ihn gesehen hab, hat er gelacht.
Er fehlt mir so sehr, aber ich werde Andreas niemals vergessen und unsere gemeinsame Zeit f?r immer im Herzen behalten.
Vielleicht schaffe ich es irgendwann an seinem Haus, nur ein paar Meter entfernt von meinem, vorbeizugehen und zu l?cheln. Denn ich wei?, dass er immer wollte, dass alle gl?cklich sind und f?r ihn werde ich versuchen, wieder gl?cklich zu werden.

8.9.05 18:31

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