... is that really everything???

Tears dry on their own...

Gestern Abend hatte ich noch ein langes Telefongespräch mit meinem Herzensbrecher, ohne dem es mir wohl heute nicht besser gehen würde. Wir haben nicht nur nochmal über seine und meine Sichtweise geredet, sondern ich habe auch einen wichtigen Aspekt erfahren, der meine ganze Entscheidung um 180° gedreht hat...
Dass er mich momentan nicht liebt, wusste ich vorher schon, doch dass er meint, dass die Wahrscheinlichkeit dafür schon sehr gering geworden sei, da das mit uns eben schon über einen längeren Zeitraum läuft, noch nicht. Natürlich war ich zunächst erst mal nur geschockt und verletzt, doch irgendwas muss in mir klick gemacht haben (oder ich hab mich wirklich schon an solche Situationen gewöhnt -_-), denn im Laufe des Gesprächs und auch jetzt, hat es aufgehört so weh zu tun. Vielleicht lernt man wirklich nach einer bestimmten Zeit und Anzahl von Enttäuschungen, mit sowas besser umgehen zu können, es leichter hinzunehmen und zu akzeptieren. Aber ich denke am meisten hilft es mir, dass wir wirklich Freunde bleiben, womit ich das Gefühl habe, nicht alleine mit der Sache dazustehen wie es z.B. bei Willy der Fall war.
In meinen Augen verliert man mit einer Beziehung (bzw. einem Lover wie ich es jetzt mal nenne) auch immer einen guten Freund, was auch der Grund ist, dass ich mit den meisten meiner Ex-Freunde noch befreundet bin. Darum tut es meiner Meinung nach auch immer doppelt weh wenn man sich trennt. Es ist nicht nur das gebrochene Herz oder die aufgegebenen Gewohnheiten und Erinnerungen, welche man mit diesem Menschen geteilt hat, die dabei so großen Schmerz hervorrufen. Es ist ebenfalls die Tatsache, dass man einen geliebten Menschen, mit dem man sich so gut verstanden hat, mit dem man so viel gelacht hat, verliert. Ob das nun endgültig ist oder nur, weil sich einer der Betroffenen zurückzieht und man sich in gewisser Weise auf einmal fremd wird.
Doch mit ihm ist das anders. Ich kann weiterhin mit ihm lachen, auf ihn zählen, mit ihm über alles reden oder einfach nur von ihm in den Arm genommen werden. Damit nimmt er mir einen großen Teil ab, den ich hätte verkraften müssen, und auch ich kann weiterhin für ihn da sein. Natürlich besteht nun die Gefahr, dass ich vielleicht so gar nicht über ihn wegkomme, aber so wie ich im Moment fühle, komm ich damit zurecht, solang ich mir immer vor Augen halte was Tatsache ist und nicht weiter mit falschen Hoffnungen lebe. Auch wenn es immer noch unendlich schade ist und mich immer noch traurig stimmt, bin ich mir sicher, dass es so der beste Weg ist.
Ein weiterer Punkt, der in meinem Kopf schwirrt, ist, ob ich überhaupt noch ein Risiko eingehen möchte. Nach wie vor sehne ich mich nach einer Beziehung aber blicke ich ein wenig zurück, wurde mir seit der Trennung von Jiri nur weh getan. Natürlich muss jeder mal diese Erfahrungen machen aber nicht nur in meinen Augen hätte ich es langsam mal verdient wieder glücklich zu werden. Stattdessen gerate ich immer an Typen, welche mir zwar mein Herz stehlen, eine gewisse schöne Zeit mit mir verbringen aber mich dann jedes mal abservieren. So in der Richtung "ich zeige dir wie schön es sein könnte, aber du kriegst es nicht, ätsch". Es sollte gesetzlich verboten werden, so etwas mit dem Herzen eines Menschen zu machen weil es wirklich nicht sehr human ist. Aber mal ehrlich... wann ist das Leben heutzutags noch human?!

7.8.07 14:11

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