... is that really everything???

Berlin Berlin *sing* (ja nicht ganz der richtige Titel)

Ich war eine Woche in Berlin, Klassenfahrt (neeein nicht Abschlussfahrt bevor mich noch so viele fragen ob ich schon Schule beende). Ich will die nächste Zeit weder was von shoppen noch von ausgehen hören, denn eine Woche die volle Konzentration von beiden ist einfach zu viel des Guten. Auf jeden Fall könnte ich jetzt mit Leichtigkeit in einem Marathon mitmachen, denn diese Stadtführungen habens echt in sich gehabt.

Nun doch von Anfang an: laaaangeeeeee Anreise, die Berge verschwanden langsam und die Häuser wurden immer Höher, natürlich auch das Heimweh und die Sehnsucht nach bestimmten Menschen wurde größer und größer (ich bin kein Sensibelchen!!). Endlich angekommen, überrascht über so ein sauberes aber ziemlich verwirrendes Jugendhotel (jaha manche Wände werden noch lange an mich denken), sollte es dann beginnen. Halb 8 aufstehen, 8 Frühstück (ich werd mein Müsli vermissen) und um 9 ging es dann los zur Stadtführung. Ein einziges Rumgerenne, wobei meine geliebte Digicam fast dran glauben musste, weil die liebe Larissa erst nach der 3. Packung Batterien bemerkte, dass sie spezielle braucht um mehr als 2 Fotos schießen zu können ohne, dass der Akku leer wird. Ja ja Frauen und Technik, ich sehs mittlerweile ein. Jeden und jeden Tag Besichtigungen, mal bei Sonne mit kaltem Wind und mal bei Nieselregen mit kaltem Wind (und da hilft auch kein 3-Wetter-Taft mehr). Aber ich lebe noch und die Abende blieben uns ja auch noch: nach ausgiebigem H&M Shopping (JEDES MAL) und dem sogar streitfreiem Herrichten (bei einem 6-Mädels-Zimmer nicht selbstverständlich!!), gings auf die Piste. Meistens erst zielloses Umherirren bis sich etwas geeignetes oder das angegebene gefunden hat. Ganz stolz darf ich verkünden, dass ich während der ganzen Zeit nicht einen Tropfen Alkohol angerührt habe, da mich der Kater vom Sonntag doch noch in Erinnerung behielt. Unterm Strich kann man sagen, dass Berlin zwar brutal hässlich ist durch die ganzen "Kunstwerke" an den Hauswänden und den teils noch nicht restaurierten Gebäuden mitten drin, aber wenn man will, kann man seinen Spaß haben, auch wenn man seine Kniegelenke bei jedem Schritt nach der ersten Hälfte der Woche knacksen hört. Die Heimreise, die ich jeden Tag mehr ersehnt habe, kam dann auch endlich und Freitag um kurz nach 2 Nachts, gings dann ab nach Hause ins vertraute Bett. Doch ein paar Gedanken von den Eindrücken lassen mich immer noch nachdenken. Wir haben wirklich keine Ahnung, wir sehen es nicht jeden Tag, manche von uns sogar wohl nie im Leben, aber wenn man als 17 jährige einen fast gleichaltrigen mit einem Hund auf der Straße sitzen sieht, steigen zumindest mir die Tränen in die Augen. Es beweist mir mal wieder wie ungerecht diese Welt ist und wie machtlos man selbst dagegen ist. Doch sich selber Vorwürfe machen bringt rein gar nichts, vielleicht reicht es schon ein klein wenig, allein sich nur mal Gedanken da drüber zu machen und nicht die Augen davor zu verschließen. Schade, dass die meisten, die was dagegen tun könnten, das Glück haben die Macht dafür zu haben, die Augen zumachen. Unfassbar...

11.4.05 21:15

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