... is that really everything???

Jubiläum ^-^

5 Jahre ist mein Blog nun schon alt. Da sieht man mal wie die Zeit vergeht und dass im Prinzip alles beim alten bleibt -_-
Erneut hänge ich in einer Beziehung fest, die mich seit einem Jahr nicht glücklich macht und erneut hänge ich in WoW fest, was mich wiederum "am Leben erhält" xD. Das einzige was sich geändert hat ist mein Studiengang. Da das Lehramtspraktikum immer näher kam und der Grusel davor immer größer wurde, wechselte ich im Winter 2009 zu Sprach- und Textwissenschaften. Eindeutig mal eine gute Entscheidung mit der ich sehr zufrieden bin. Da sich meine Phase "ich brauche unbedingt eine größere Wohnung... undzwar sofort" durch das Scheitern, eine größere Wohnung sofort zu finden, in Rauch aufgelöst hat, lebe ich also immer noch an Ort und Stelle, womit ich aber ebenfalls (wieder) zufrieden bin. Ich arbeite auch immer noch in der kleinen Modeboutique, jedoch nun mit lauter neuen Kolleginnen, die alle sehr nett sind.
Ihr seht also: alles beim alten.
Kurzer Abstecher zu meiner Familie *zisch*: Bei denen hingegen hat sich schon einiges geändert. Mein Dad ist endlich mit seiner Freundin zurück in mein Elternhaus gezogen. Obwohl mein altes Zimmer nun zum Ankleidezimmer mutiert ist, bin ich trotzdem sehr froh, dass es von keinen Fremden besetzt wurde ^^
Mein Bruder hat letztes Jahr sein Studium mit Auszeichnung bestanden, was wohl jedem von Anfang an klar war. Ich bin sehr stolz auf ihn und hoffe, dass er seinen Weg zur Doktorarbeit genauso gut meistert.
*zurückzisch*
Ich hingegen überlege gerade, was die guten und die schlechten Aspekte von "alles beim alten" sind. Dass ich nun wieder WoW zocke brachte auf jeden Fall den Vorteil mit sich, alte Bekanntschaften und Freunde wiederzutreffen. Manchen mögen Freundschaften per Internet suspekt erscheinen, für mich sind es teilweise bessere soziale Kontakte als im realen Leben. Und egal wie lange man off war, man wird jedes mal genauso herzlich begrüßt als wäre man nie weg gewesen. Das kann man von einigen realen Freunden nicht behaupten...
WoW hat mir ebenfalls geholfen, Abstand zu meinem Freund zu gewinnen. Klingt wirklich so komisch wie es sich bereits in meinem Kopf angehört hat xD. Aber fange ich lieber mal von vorne an:
Am Anfang war es noch "wahnsinn", "der ist es endlich" und "ich war noch nie so glücklich" - dasselbe Trugbild wie immer eben. Nach gut einem Monat strömten dann schon die ersten Tränen, da jeder Mensch eben irgendwann anfängt sein wahres Ich zu zeigen. Nach und nach hörte alles auf (um es kurz zu fassen). Sich jeden Tag eine Stunde zu sehen war auf einmal zu viel für ihn. Er, der am Anfang festlegte nicht getrennt wegzugehen, beschwert sich nichts mehr allein mit seinen Jungs machen zu können (Welche Jungs? Er hat doch zu fast keinem mehr Kontakt -_-). Eine SMS zu schreiben ist viel zu anstrengend bzw. Kommunikation... unmöglich. Ich verzichtete auf alles was mir wichtig war und damit auch auf den letzten Funken Selbstachtung. Wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke wird mir schlecht. Mit der ganzen Heulerei könnte ich eine Wüste bewässern. Wenn ihr ein Beispiel sucht für ein Paar, das sowas von überhaupt nicht zusammen passt, dann nehmt uns. Denn wir wissen es. Es ist wohl genauso dämlich wie tragisch und ich verstehe jeden, der über uns nur den Kopf schüttelt. Ich glaube wir haben das Wort Hassliebe neu definiert. Erst gestern ist es wieder extrem eskaliert, wobei ich mir (mal wieder) anhören durfte, dass seine drei Exn viel besser waren als ich, ich ihm nicht gut tun würde usw. Er lässt einfach kein gutes Haar an mir und tritt mich noch wenn ich eh schon am Boden liege. Oh wie ich ihn hasse xD Ich hoffe, dass ich das bald hinter mir habe...

So much for my happy ending...

Lange her, dass ich seit meiner "kleinen" Geschichte auch mal wieder etwas über mein Leben geschrieben habe. Naja ich scheine auch nicht mehr soviele Leser zu haben, und so gebe ich meine Gedanken erneut aus dem Grund preiß, wie damals als ich angefangen habe... für mich.
Ob es daran liegt, dass meine Arbeitskollegin mich dafür bewunderte, dass ich mein Schicksal so hinnehmen kann, ohne irgendwelche Spuren anmerken zu lassen oder an den traurigen Animes, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Aber irgendwie beginne ich nach all den vergangenen Monaten, in denen es mir eigentlich gut ging, zu merken, wie einsam ich wirklich bin. Leute, die mich kennen, werden sich jetzt wundern wieso alleine... ich habe doch immer noch meinen Dad und Bruder, Freundinnen, bei denen ich mich jederzeit melden könnte oder Freunde, die sich jederzeit meinen Kummer anhören würden. Aber wieso weine ich dann hier allein in meiner Wohnung? Wieso kann ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in den Arm genommen wurde? Wieso sehe ich mich ständig allein stehend, ohne irgendwelche Personen, die mir wichtig sind, an meiner Seite? Wieso antworte ich immer, dass es mir gut geht, wenn ich gefragt werde? Wieso spiele ich allen immer vor, ich sei gut drauf?
Ich denke, es liegt daran, dass ich niemandem mehr zur Last fallen möchte. Ich habe so vielen Leuten Kummer und Sorgen bereitet. Sogar mein damaliger Freund hat deswegen mit mir Schluss gemacht... weil ich zu anstrengend wurde... weil ich meine Gefühle offen gezeigt habe und mehr als nur Zuneigung wollte. Wer ersetzt denn auch schon gern eine ganze Familie? Mein Bruder und mein Dad haben endlich die Ruhe und das Glück gefunden, was sie merklich die letzten Jahre nicht haben konnten. Woher nähme ich also das Recht, um noch mehr zu bitten als sie eh schon für mich getan haben. All meine Freunde führen ebenso ein eigenes Leben mit Problemen. Wieso sollte ich ihnen mit mir noch eines aufhalsen?
Irgendwie... warte ich darauf, von heute auf morgen glücklich zu sein. Naiv nicht wahr? Ich warte regelrecht auf ein Wunder, das zu mir in die Wohnung hinein weht. Mehr als durchhalten kann ich nicht... nach außen hin die Larissa von früher, immer hilfsbereit und fröhlich, tollpatschig und sturköpfig. Klingt wie aus einem schlechten Anime... ohne Happy End.

"Das Lächeln" ist eine Kurzgeschichte, die mir seit geraumer Zeit im Kopf rumschwirrt, die ich bis jetzt aber noch nie zu Papier gebracht habe. Das möchte ich im Folgenden endlich mal auf die Reihe bekommen, wobei sie wohl nur stückchenhaft hier erscheinen wird und nicht auf einmal. Ich hoffe, dass sie euch gefallen wird. Viel Spaß beim Mitverfolgen ^-^

Prolog

Das Lächeln ist in der Physiologie ein Gesichtsausdruck, der durch das Spannen der Muskelpartien vor allem in der Nähe der Mundwinkel aber auch um die Augen erzeugt wird. Bei Menschen ist das Lächeln normalerweise ein Ausdruck der Freude, des guten Willens, und dient z.B. der Aufnahme von Kommunikation, kann aber auch ein unkontrollierter Ausdruck von Ängstlichkeit sein.

Studien haben gezeigt, dass das Lächeln eine normale Reaktion auf bestimmte Stimulationen ist, die unabhängig von der jeweiligen Kultur ist. Es ist keine lernbare Reaktion, sondern wird den Menschen schon von Geburt an mitgegeben. Bei Tieren wird ein Lächeln oft als Drohung verwendet (die Zähne zeigen) oder aber als Zeichen der Unterwerfung.

Lächeln bewirkt angeblich nicht nur eine Veränderung des Gesichtausdrucks, sondern führt auch dazu, dass das Hirn Endorphine produziert, die körperliche und seelische Schmerzen verringern und das Wohlbefinden steigern. [Wikipedia]

... Es ist keine lernbare Reaktion, sondern wird den Menschen schon von Geburt an mitgegeben...

Kapitel I.

"Och sei doch nicht schon wieder so."
"Ich bin nicht so, ich bin müde, also erspar mir wenigstens heute deine Bettelei wenn du meine Antwort sowieso schon kennst."
"Also kommst du mit, ja?"
"Bin ich gestern mitgekommen?"
"Em... naja zumindest nicht wirklich freiwillig".
Schlaftrunken hob ich meinen Blick in Richtung ihrer Augen, welche mich strahlend blau und voller Hoffnung anflehten, sie doch zu begleiten. "Schon gut, schon gut. Ich komme ja mit." Bewundernd merkte ich, dass ihre Augen noch heller leuchteten, wenn sie lächelte. "Aber heute bleiben wir nicht zu lange, verstanden?! Ich hab letzte Nacht wieder so schlecht geschlafen."
"Ist gut, hauptsache du schläfst nicht im Stehen ein." Sie lachte laut auf, nahm mich bei der Hand und zog mich in Richtung ihres Ziels. Ihre Hände waren immer so warm und weich, doch spürte ich deutlich ihre Knöchel: "Du bist zu dünn Mira. Wenn du nicht bald ein paar Kilo zunimmst, stopf ich dich an Weihnachten mit Keksen voll." Sie blieb kurz stehen, sah mich etwas gemein grinsend an und ließ verlauten, dass ich das jedes Jahr im Herbst sagen und ich ihr doch keine Kekse im Winter backen würde. Wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. "Ich nehme zu, wenn du wieder anfängst zu lächeln, ok? Ich finde das ist ein guter Deal." Ohne weitere Worte zog sie mich bis zum Ende der Straße, zu "ihrer Bushaltestelle" an dem "ihr Traummann" in wenigen Minuten aussteigen würde. Es sollte wohl wie immer unbekümmert und lässig aussehen, wie sich Mira so an die Wand lehnte, doch merkte ein Blinder, dass sie vor Nervosität kaum still halten konnte. Unwillkürlich legte ich meinen Kopf schräg, musterte sie noch eine Weile und prustete dann laut los: "Mensch Kleines. Wieso gehst du nicht einfach mal direkt auf ihn zu und fragst ihn, wohin der Bus als nächtes fährt. Dann bemerkt er dich sicher mal und ihr..." - "Nein! Du weißt genau, dass ich das nicht kann!" Zuerst erschrocken, dann voller Verständnis legte ich meine Arme von hinten um sie und flüsterte ihr ein ehrliches "tut mir Leid, weiß ich doch" zu.
Ich kannte Mira seit sie ein kleiner Engel war, schließlich war ich dazu auserkoren ihr Gegenbild zu sein, und somit waren wir seit Gründung der Zeit miteinander verbunden. Ich wusste, dass sie sehr schüchtern war und sie mehr als nur Mut und Überwindung brauchte, jemandem ihre wahren Gefühle zu offenbaren. In solchen Momenten wie in diesem, tat sie mir unendlich Leid. Dennoch waren mir genau wie ihr die Hände gebunden, da es uns verboten war, Menschen gegenüberzutreten. "Was soll ich sagen Sera? Hallo, ich bin ein Engel namens Miraphin und habe mich in dich verliebt?! Mir ist es zwar untersagt dir meine menschliche Form zu zeigen, da du dann mit dem Tod bestraft wirst... oh Seraphin guck mal, da liegt er ja schon regungslos." Ihr trauriger Blick und Sarkasmus waren mir bekannt, aber solche Worte ließen sogar mir den Atem stocken. Erst jetzt merkte ich, wie groß ihre Verzweiflung mit der Zeit geworden war. "Es ist so... so verdammt unfair, verstehst du?!" Mitleidig sah ich zu, wie sie auf ihre Knie fiel, ihr Gesicht in den dünnen Händen verbarg und herzzereißend begann zu schluchzen. "Sera lass mich bitte wieder schlafen." Ihrem Wunsch Folge leistend, beugte ich mich neben sie, legte ihren Zeigefinger an meine Lippen und ließ sie mit einem Lidschlag einschlafen. Behutsam hob ich ihren leichten Körper in meine Arme als ich plötzlich erschrocken und mit aufgerissenen Augen Miras Traummann neben mir stehen sah. Er kniete sich genau vor mir hin und hob eine weiße Feder auf. Der Teer, auf der sie lag, färbte sich immer dunkler von den Regentropfen.

Kapitel II.

Um nicht ständig wie Geister in der Menschenwelt umherwandeln zu müssen, lebte mein Geschlecht in einer der Erde sehr ähnlichen Welt. Der einzige Unterschied lag darin, dass es keine Jahreszeiten gab, keine fallenden Blätter, keinen Schnee welcher den Boden weiß gefärbt hätte. Im Prinzip gab es keinerlei Zeiteinteilungen wie Jahre oder Wochen, nur Sonne und Mond zeigten uns den Wechsel eines Tages, wie die Menschen es nennen. Doch Zeit spielte für uns eine andere Rolle, da wir nicht alterten wie die Menschen, einen anderen Tod starben und nicht geboren wurden, sondern erwachten. Wir mussten nicht lernen, wir wussten bei unserem ersten Augenaufschlag. Wir besaßen keine Angst, fühlten keinen Schmerz, noch strebten wir irgendwelche Ziele an. Wir waren... einfach nur da.
Manchmal gab es jedoch Ausnahmen wie Miraphin. Sie entstammte einer Familie, welche sich damals noch mit dem Geschlecht der Menschen vermischt hatte. Da diese uns jedoch schwächer machen würden und die Angst, unsere Reinheit zu verlieren, zu groß war, wurde schon nach kurzer Zeit das Verbot verhängt, sich ihnen weiterhin zu offenbaren. Dennoch blieb das menschliche Blut bis heute in diesen Familien erhalten, was ich nur zu deutlich jeden Tag in Miras blauen Augen sehen konnte. Sie empfand Leid, ob es das meine, das eines anderen oder ihr eigenes war. Sie konnte aus tiefstem Herzen lachen oder sich über kleine Dinge freuen, aber vor allem hatte sie ein reges Interesse an der anderen Welt, weswegen sie mich jeden Tag aufs Neue anflehte, sie dorthin zu begleiten.
Gelegentlich beobachtete ich sie wenn sie gerade eingeschlafen war, ließ meinen Blick über ihr langes blaues Haar schweifen und glitt mit den Fingerspitzen über ihre weichen, weißen Flügel. Ich musste dabei oft in mich hineinschmunzeln, da der Audruck Gegenbild wohl nie zutreffender war wie bei uns beiden. Im Normalfall hieß dies lediglich ein Partner zu sein, ein Begleiter wenn nicht sogar ein Seelenverwandter, doch bei Mira und mir stimmte es wortwörtlich. Ich war wohl das genaue Gegenteil ihrer selbst und bis zu dem Tag wussten wir nicht, warum die Zeit genau uns zusammengeführt hatte. Trotz aller Gegensätze war ich dennoch stolz sie meinen Schützling nennen zu dürfen und ich glaubte... nein ich wusste tief in meinem Innersten, dass ich nicht das Wesen geworden wäre was ich heute bin, wenn sie nicht gewesen wäre.

Kapitel III.

Oft wachte ich auf und sah Sera neben mir liegen. Unzählige Male hatte ich schon vorgeschlagen gehabt, dass wir ein größeres Bett in mein Zimmer stellen könnten, doch jedes Mal lehnte sie mit der Ausrede ab, sie würde nächste Nacht sowieso wieder in ihrem eigenen Bett schlafen. Sie blieb mir ein Rätsel, doch ihre Verschlossenheit, ihre Stärke die sie ausstrahlte, ihre ruhige Art bewunderte ich umso mehr. Was hätte ich nur oft ohne sie getan?! Sie half mir seit ich denken konnte mit meiner menschlichen Schwäche umzugehen, schlug mir keinen Wunsch ab und war immer irgendwie in meiner Nähe. Dabei schien es mir zu Beginn, dass sie ihre Aufgabe als Gegenbild an meiner Seite gar nicht erfüllen wollte, dass sie mich aus tiefstem Herzen gehasst hat, so wie sie heute noch die ganze Welt hasst. Ich sollte jedoch bald die Gründe für ihre abweisende Art erfahren und fand dadurch den Weg, mit ihr eine besondere und einzigartige Freundschaft aufzubauen.
Wenn ich sie so ruhig schlafen sah, mit ihren kurzen, schwarzen Haaren spielte, ihre roten Flügel zupfte bis sie aufwachte und daraufhin einen verärgerten Blick erntete. bekam ich immer das Gefühl, dass alles in Ordnung sei und mir nichts passieren könne. Ihre aufbrausenden und lebhaften Stimmungswechsel brachten mich immer zum Lachen, doch als ich heute morgen aufwachte, blickten mich bereits ihre tiefroten Augen an.
"Guten Morgen Kleines. Na, hast du dich wieder ein bisschen erholt nach deinem Zusammenbruch gestern Nachmittag?"
Wehmütig erinnerte ich mich wieder und schämte mich zugleich, meiner Schwäche so nachgegeben zu haben.
"Ja, mir geht´s gut. Tut mir Leid, dass ich dir wieder soviele Sorgen bereitet habe. Muss wohl einen schlechten Tag erwischt haben."
Ich senkte den Kopf und spürte Seras Hand auf meinem Rücken.
"Es braucht dir nicht Leid zu tun. Wofür hast du mich denn sonst und dieses Jahr backe ich dir wirklich Kekse."
Überrascht über diesen plötzlichen Themenwechsel blickte ich in das selten lächelnde Gesicht meiner Freundin.
"Ich will aber welche mit Schokoglasur... und Zuckerperlen und..."
" Ja ja, du und deine Sonderwünsche."
Eine seltsame Stille trat plötzlich zwischen uns ein, denn wir wussten beide, dass es an der Zeit war einen Entschluss zu fassen.
"Mira... du weißt genau wie ich, dass es mit dem Menschen-Jungen so nicht weitergehen kann. Du hast mir gestern gezeigt, wie sehr du bereits darunter leidest, und du weißt, dass es meine Pflicht ist das nicht zuzulassen."
"Aber..."
"Nichts aber. Du kennst die Möglichkeiten. Entweder du vergisst ihn oder..."
"Oder ich bringe dich um!"
Mit tränengefüllten Augen rannte ich aus meinem Zimmer nach draußen in den nächstgelegenen Wald. Ich wusste, dass Sera nur erweckt wurde, um mein Gegenbild zu sein, dass sie nur für mich existierte. Doch ich liebte sie wie eine Schwester. Für mich war sie nicht einfach nur mein Gegenbild, mein Begleiter oder mein Beschützer... sie war meine Freundin. Es war mir egal, dass diese Gefühle nur von meinem menschlichen Blut her rührten und mich dadurch kein anderer Engel verstehen würde. Ich wusste nur, dass ich sie niemals verlieren wollte.
Endlich an meinem Lieblingsplatz in einem Hain angekommen, setzte ich mich auf die moosbewachsene Fläche und versank weiter in meinen Gedanken. Sera wusste von der Tatsache, dass ich als Halbmensch die Wahl hatte, eines Tages zu einem richtigen Engel oder zu einem ganzen Menschen werden zu können. Sollte ich mich jedoch für die andere Welt entscheiden, würde ich Sera damit in die Zeit zurückschicken... ich würde sie nie wieder sehen. Doch seit meines Erwachens hatte ich mich nie als Engel, sondern immer als menschliches Wesen gesehen.

Kapitel IV.

"Ach Mira... Wieso machst du´s dir nur so schwer?! Du weißt doch, dass ich alles für dich tun würde. Schließlich verdanke ich dir...", erschrocken tastete ich meine Wange ab, welche bereits heiß und nass von meinen Tränen war. "... ich verdanke dir doch mein Lächeln." Ja ich wusste von ihrer Möglichkeit ein Mensch werden zu können und auch war mir bewusst, was dies für mich heißen würde. Doch lieber würde ich Mira glücklich sehen als sie immer und immer wieder vor Leid, Kummer und Verzweiflung in den Armen halten zu müssen. Sie hatte es mehr als alle anderen verdient ihr Glück zu finden, denn sie ist die einzige in meinen Augen, die es wirklich zu schätzen wüsste. Wie oft habe ich Menschen wie Engel betrachtet, die keinen Grund zur Klage hatten, aber trotzdem nicht so ein schönes Lächeln besaßen wie meine Mira. Und was wäre ich für eine Freundin, wenn ich nicht so denken würde?!
Allein zurückgelassen von dem fliehenden Engel mit den eisblauen Augen, erinnerte ich mich an unsere erste Begegnung. Unwillkürlich verkrampfte sich meine Hand zu einer Faust in dem weißen Bettlaken. Damals gerade erst erwacht, wurde mir meine Aufgabe zugeteilt einen Halb-Engel zu beschützen. Ich fühlte mich aus unerklärlichen Gründen gedemütigt und als ich diese kleine, zerbrechliche und doch so strahlende Schönheit vor mir sah, fügte sich mein schlechtes Gewissen zu dem unwohlen Gefühl, was sich in meiner abweisenden Haltung wiederspiegelte. Sie musste es wohl sofort bemerkt haben, denn ihre Augen bekamen einen betrübten Ausdruck welcher mich noch mehr beschämte. Ich zog mich immer ratloser zurück, bis zu dem Tag, an dem Mira auf mich zukam, mein Gesicht in ihre Hände legte und mich tief mit ihren blauen Augen anblickte: "Wovor hast du Angst? Vor den dir so gefürchteten Gefühlen?! Vor meinen Gefühlen da ich die Schwäche der Menschen geerbt habe?!" Sie lächelte mich so unbeschreiblich warmherzig an, dass ich die schon zu lang zurückgehaltenen Tränen nicht mehr verstecken konnte. "Es gibt nichts wovor du dich fürchten müsstest, da ich dich nie alleine lassen werde, egal was passiert. Ich sehe dich nicht nur als mein Gegenbild, sondern ich möchte, dass wir Freundinnen werden." Sie behielt ihr warmes Lächeln, doch in ihren Augen konnte ich erkennen, wie ernst ihr dies war. "Du musst wissen, dass ich die Gabe besitze, Gefühle anderer Wesen zu erkennen und bei manchen auch zu deuten. Bereits an dem Tag deines Erwachens habe ich deutlich gespürt, wieviel Schmerz und Frust in dir liegen, denn du warst mal genauso ein Engel wie ich... du hattest dich in einen jungen Sterblichen verliebt, doch wähltest du weder diese noch die andere Welt, sondern den ewigen Schlaf." Ich war erstaunt, und obgleich sich die Erinnerungen wieder schmerzhaft in mein Herz bohrten, fühlte ich, dass sie es war, welche diese Wunden zu heilen vermochte. "Aber nun bist du an meiner Seite und die Zeit hat uns nicht unwillkürlich zusammenkommen lassen. Ich teile dein Schicksal und zusammen werden wir einen Weg finden, wieder Glück in unsere Herzen zu bringen."
Ab diesem Tag an wich ich ihr nicht mehr von der Seite, hielt alles Leid so gut ich konnte fern und erfüllte ihr jeden Wunsch. Nach Außen hin schien es, als wäre ich einfach nur ihr Gegenbild, als würde ich lediglich meine Aufgabe erfüllen, doch wir wussten beide, dass ich sie mindestens genauso brauchte. Dennoch konnte ich meine Abscheu vor diesem ungerechten Schicksal und dieser schmerzhaften Welt nie ablegen... mein Lächeln galt nur ihr, denn sie war es, welche mein Herz geheilt hat.

Kapitel V.

"Sera? Träumst du schon wieder vor dich hin?" Erschrocken sah ich, dass Mira wiedergekehrt war und mich besorgt musterte. "Muss ja ein schlimmer Tagtraum sein wenn er dich zum weinen bringt."
Ohne ihr eine Antwort zu geben, stand ich ruckartig auf, zog sie an mich und umarmte sie: "Lauf bitte nie wieder weg, ja?! Wie soll ich dich denn beschützen können wenn ich nicht mal weiß, wo du dich aufhälst?!" Langsam fand ich wieder meine gewohnte Fassung, wischte mir unauffällig die letzten Tränen aus den Augen und hob meine Kleine schwunghaft in die Höhe. Ich wusste, dass sie das hasste, aber sie war so leicht und ihr verwirrter Blick brachte mich immer unweigerlich zum lachen. Nachdem ich sie wieder behutsam auf ihr Bett gesetzt hatte, blickte sie mich ungewöhnlich ernst an: "Du hast Recht Sera, es ist an der Zeit einen Entschluss zu fassen. Und meiner ist es, ein Mensch zu werden... jedoch mit der Voraussetzung, dass du mich begleitest." Ich hätte mit vielem gerechnet, hätte mich auf alles vorbereitet, doch damit nicht.
"Mira... wie stellst du dir das vor? Ich bin kein Halb-Engel mehr sondern lediglich dazu auserwählt, dein Gegenbild zu sein."
"Genau deswegen. Im Prinzip... gehörst du doch mir. Du bist mit mir verbunden, ob du willst oder nicht." Verblüfft über diese ihr so unähnlichen Worte, brachte mich ihr schelmisches Grinsen noch mehr ins Staunen. Mein Gesichtsausdruck forderte wohl mehr Erklärung von ihr. "Sieh mich doch nicht so fassungslos an Sera. Pass auf. Als ich vorhin im Hain war, ist mir wieder eine Geschichte meiner Familie eingefallen. In der Übergangszeit, als das Verbot mit den Menschen erst aufgekommen war, gab es natürlich immer noch viele Pärchen, die sich zwischen beiden Welten entscheiden mussten. Neben den vielen Trennungen und Übergängen von Engeln in die sterbliche Welt, gab es auch hier und da Fälle, die unserem ähneln, wo es nicht nur um Partnerschaft sondern um Freundschaft ging. Leider weiß ich nicht mehr genau, wie die Lösung ausgesehen hat, aber ich denke, dass wir das in der Bibliothek nachlesen können."
Nach stundenlanger Suche hatten wir endlich das Buch in Händen, was uns unseren weiteren Weg weisen sollte. Das Verzeichnis der Engel war riesig genug, um zwar alles was je geschehen war, ob in unserer oder in der menschlichen Welt, zu finden, aber ebenso um sich darin zu verlaufen. Ich spürte eine gewisse Anspannung zwischen Mira und mir, vielleicht aus Angst was aus uns werden würde, vielleicht auch vor Aufregung, da uns eine einschneidende Veränderung bevorstand. Wie dem auch sei, überließ ich es meiner Freundin, die unzähligen Seiten des Buches zu durchsuchen während mir unweigerlich die verschiedensten Vorstellungen durch den Kopf strömten.
"Ok, ich denke ich hab es gefunden. Hier steht..."
Mira las mir die unterschiedlichen Textstellen vor, doch nie kam eine Situation zu Wort, bei der es um den Übergang eines Halb-Engels mit ihrem Gegenbild gegangen wäre. Entweder wurde dessen Schicksal gar nicht erst erwähnt, oder dass sie lediglich wieder in die Zeit zurückgeschickt wurden.
"Siehst du Mira... es würde dir keiner verübeln, wenn du ohne mich in die Menschenwelt wechseln würdest... vor allem nicht ich. Ich hatte mein Leben und meine Chance. Nun ist es eben mein weiteres Schicksal als Gegenbild zu existieren. Aber du meine Kleine, hast deine Chance noch..."

Kapitel VI.

"Mira? Mira! Wach endlich auf! Du verpasst sonst noch den Bus zur Schule."
"Ja ja, ich bin ja schon wach."
Schlaftrunken reibt sie sich den Schlaf aus den Augen und setzt sich an den Rand ihres Bettes.
"Du Mama, ich hatte einen ganz komischen Traum..."
"Erzähl ihn mir später wenn du wieder nach Hause kommst Kleines und jetzt beeil dich. Du willst doch nicht zu spät kommen, schließlich bekommt ihr heute eine Neue in die Klasse."
Nachdenklich wie das Mädchen wohl sein wird, schlendert Mira den kurzen Weg bis zu ihrer Bushaltestelle. Ihr Puls fängt an zu rasen und sie spürt deutlich, wie ihr Herz gegen ihre Brust schlägt.
"Da ist er wieder... Oh man, ich werde es wohl nie schaffen ihn anzusprechen."
Sie lehnt sich an die übliche Stelle an der Mauer um auf den Bus zu warten während sie verträumt in den Himmel blickt.
"Ob es wirklich Engel gibt... Vielleicht steht ja grad einer neben mir?!"
Skeptisch blickt sie um sich und sieht sich plötzlich ihrem heimlich Geliebten gegenüber. Überrascht musste sie wohl ein ziemlich komisches Gesicht gemacht haben, da dieser sie erst mal belustigt angrinst.
"Na du kleines Engelchen?! Alles in Ordnung bei dir oder wirst du verfolgt da du so verwirrt um dich guckst?!"
Sein Lächeln ist so warmherzig und seine Stimme so sanft, dass Mira ihm den Witz nicht übel nimmt. Ehrlich gesagt weiß sie gar nicht, was sie nun tun soll. Sie ist sich sicher, es würden nur Stotterlaute aus ihr herauskommen, sollte sie versuchen auch nur ein Wort zu ihm zu sagen.
"Ich habe dich hier schon öfter warten sehen und dachte mir, dass ich dich mal anspreche, bevor wir weiterhin beide alleine stehen. Ich heiße übrigens Raffael."
"Ich... ehhh... Ich heiße Miraphin... ach quatsch... Mira meinte ich natürlich."
Sie merkt wie ihre Wangen heiß werden und sich sein Lächeln in ein leises Lachen wandelt.
"Ein sehr schöner Name, ob mit oder ohne dem Phin am Ende. Wie mir scheint haben wir wohl beide Engelsnamen von unseren Eltern erhalten. Ein schöner Zufall, nicht wahr?!"
Mira findet mit einem Mal ihre Fassung wieder, mustert ihn und lächelt zurück.
"Ja, du hast Recht... oh der Bus kommt. Sehen wir uns morgen früh wieder?"
"Will ich doch mal hoffen!"
Als hätte ihr Herz Flügel bekommen, winkt sie ihm noch einmal zu bevor sie in den Bus steigt und sieht noch, dass er ihr irgendwas zumurmelt. Es schien als hätte er "bis morgen mein Engelchen" gesagt.
Die Zeit verfliegt für Mira den restlichen Tag wie im Flug. Endlich tönt die Schulglocke für die letzte Stunde des Unterrichts, wobei diese dafür geplant wurde, die neue Mitschülerin vorzustellen. Mira weiß, dass sie sich wohl neben sie setzen wird, da neben ihr der letzte Platz frei ist. Ihr stockt der Atem als ein junges Mädchen mit strahlend braunen Augen und brünetten Haaren den Raum betritt. Sie muss wohl einen Kopf größer sein als sie selbst und ihre schlanke Figur verleiht ihr eine außergewöhnliche Eleganz. Gebannt von diesem Mädchen, hört Mira nur nebenbei ihren Namen - Sera.

Wenn der Schmerz nachlässt...

Irgendwie sollte ich mich schämen, dass ich mich von Männern immer so runterziehen lasse. Nun wo es mir wieder gut geht, ich über M. hinweg bin (wie vermutet hat er mich doch hängen lassen und wir haben so gut wie keinen Kontakt mehr) und meine letzten Einträge nochmal durchlese, komme ich mir etwas dumm vor. Es ist zwar wirklich nicht zum lachen, da ich immer noch den bittern Nachgeschmack von dem Liebeskummer schmecke, aber lächerlich in gewisser Sicht schon.
Ich habe vor gut 2 (oder 3) Wochen in meinem PC-Game WoW einen jungen Mann kennen gelernt mit dem ich nach einiger Zeit ein bisschen über das Thema geredet habe. Seine Reaktion war völliges Unverständnis warum ich mir das antue, dass ich das nicht nötig habe und, dass die Typen mich lediglich verarscht haben. Ich denke damit hat er voll und ganz Recht, doch das Problem liegt wie immer bei mir, dass ich es nicht fertig bringe Willy und M. zu verurteilen. Darum ist es wohl das Beste die Vergangenheit einfach ruhen zu lassen und nicht weiter drüber nachzudenken ob sie nun schuldig sind oder nicht, ob sie mich einfach nicht verdient haben usw. Ich werde auch nicht mehr lange über die Zukunft nachdenken, was das Beste wäre, wo mein Standpunkt liegen sollte und wie meine Einstellung aussehen sollte. Ich lasse einfach das Leben auf mich zukommen und nehme es hin wie es ist. Wobei mir zur Zeit eigentlich nicht viel passieren kann, da ich völlig zurückgezogen in mein Spiel vertieft bin ^^´´
Dennoch... bleibe ich wie ich bin. Ich bin nunmal keine "Maneater", keine die sich was auf sich einbildet und gerne mit ihren Reizen spielt um die Männer reihenweise abblitzen zu lassen. Natürlich habe auch ich einen gewissen Anspruch und Stolz, lasse nicht alles mit mir machen oder laufe jahrelang ein und demselben Typen hinterher. Trotzdem werde ich es wohl nie ändern können um den zu kämpfen den ich mag, auch wenn ich meistens zum Schluss die Verletzte bin. Ich kann weiterhin nur darauf hoffen, dass es sich mal wieder bezahlt macht. Wir werden sehen ; )

Evanescence - Taking Over Me

You don't remember me, but I remember you.
I lie awake and try so hard not to think of you.
But who can decide what they dream?
And dream I do.

Chorus:
I believe in you.
I'll give up everything just to find you.
I have to be with you, to live, to breath...
You're taking over me.

Have you forgotten all i know
And all we had?
You saw me mourning my love for you
And touched my hand.
I knew you loved me then.

Chorus

I look in the mirror and see your face, if I look deep enough.
So many things inside that are just like you are taking over.

Bei genauerer Überlegung...

Wie so oft saß ich heute in meinem Zimmer und war nur am nachdenken. Es musste doch einen Grund geben wieso ich in letzter Zeit nur noch Abfuhren erhalten habe, obwohl ich vor Jiri nie mit diesem Problem konfrontiert worden war. Irgendetwas musste sich geändert haben, irgendwie musste ich mich verändert haben.
Ich versuchte es mir anhand von M. (weiß immer noch nicht ob ich hier seinen Namen nennen darf ^^´´) zu erklären. Was hatte ich falsch gemacht?! Schließlich war er zu Beginn so anhänglich und plötzlich, als ich ihm sagte was ich empfand, hörte das schlagartig auf. Keine "vermiss dich" mehr in seinen Mails, die Besuche wurden weniger (auch wenn er zur Zeit viel zu tun hat) und die Sprüche, ob ich das so gut fände wie es zwischen uns läuft, wurden häufiger. Eindeutig musste es also damit zu tun haben, dass ich ihm mein Herz ausgeschüttet hatte. Ich beschloss ihm meine Vermutung mal zu unterbreiten und zu fragen, ob ich damit irgendwie richtig liegen würde. Und tatsächlich, er stimmte mir zu, wenn auch nur indirekt. Denn ich schrieb ihm ob es sein kann, dass ich ihn mehr gereizt habe als er noch meinte, ich empfinde weiterhin etwas für Willy. Auch, dass es ihn wohl zu sehr unter Druck gesetzt hat als ich plötzlich ständig anfing zu weinen als er neben mir lag. Er fing unwillkürlich an ein schlechtes Gewissen zu entwickeln, sich irgendwie verantwortlich zu fühlen. Dabei wollte er doch seine Freiheit genießen. Das alles ist zwar ein Zeichen dafür, dass er mich wirklich sehr gern hat und ich ihm etwas bedeute, aber gleichzeitig ist es die Antwort auf meine Frage.
Mein Fehler ist es so versessen auf eine Beziehung zu sein, dass ich denjenigen förmlich damit vergraule. Ich werde zu ungeduldig, zu aufdringlich, und bekanntermaßen mögen es Männer lieber, erst mal um eine Frau kämpfen zu müssen, außer sie haben sich auf den ersten Blick verliebt. Seit der Trennung von Jiri habe ich jedes Mal schon fast um eine Beziehung gebettelt und mich abschließend gewundert, warum daraus nichts geworden ist. Jetzt weiß ich es... Natürlich hatte jeder noch andere Gründe warum er zur Zeit keine Bindung möchte, aber Gefühle sind und bleiben Gefühle, unabhängig davon was man will oder nicht. Nur ich war bis jetzt immer so "schlau" und hab sie mit Druck erstickt.
Darum hab ich jetzt beschlossen vorerst keine Beziehung mehr zu wollen um endlich mal aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Nach wie vor bleibt aber meine Einstellung, dass ich von Affairen oder ähnlichem nichts halte, also keine falschen Hoffnungen hier ; ). So erübrigt sich nebenbei auch die Frage, wie ich es schaffen soll noch jemandem zu vertrauen. Lediglich das Gefühl von Einsamkeit bleibt zurück... aber das bin ich mittlerweile ja schon gewöhnt.

In Erinnerungen schwelgen...

Wie der Titel schon andeutet, habe ich mir den Tag über ein wenig die alten bzw. mal alle Einträge in richtiger Reihenfolge durchgelesen. Dabei habe ich nicht nur ein paar Rechtschreibfehler, schlimme Satzstrukturen und zu viele ... ausgebessert, sondern mir ist ebenso aufgefallen, dass ich einige Themen zwar plötzlich angesprochen habe, aber nie ausgeführt hatte. So z.B., dass Marco gestorben ist und sich meine Eltern getrennt haben. Zudem sprach ich kürzlich von "ein Strich mehr auf meiner gebrochenes-Herz-Liste", dann dass dieser wieder zurückgekommen ist und mit ihm "die vielen, vielen Tränen und Herzschmerzen", wobei er erst in den letzten zwei Beiträgen (vor diesem hier versteht sich) den Namen Willy erhalten hat. Ehrlich gesagt wundert mich das, da ich sonst immer sehr auf Vollständigkeit und Ordnung bedacht bin und diese Themen eine große Rolle in meinem Leben spielten und vor allem immer noch spielen. Da ich nunmal eine Perfektionistin bin und bleibe, möchte ich das nun ein wenig nachholen.

Ich beginne mit dem leichtesten, indem ich euch einfach auf den Eintrag "It´s the heart that really matters in the end" hinweise. Wie dort schon erwähnt, lief die Sache mit meinem aktuellen Herzensbrecher genauso ab wie bei Wilhelm, wodurch ich mir Wiederholungen ersparen kann. Der Unterschied liegt lediglich in Willys Gründen, da er sich dafür entschied weiterhin seiner Ex-Freundin nachzulaufen, welche ihn nach Strich und Faden ausnutzt. Leider weiß das nicht nur jeder in seiner Umgebung, sondern wohl am meisten er selbst.

Marco hatte ich ziemlich am Anfang meines Blogs schonmal erwähnt gehabt ("Ein Zwerg kommt selten allein"). Ich war vor Tobi eineinhalb Jahre mit ihm zusammen, wobei unsere Beziehung daraus bestand, dass ich jede freie Minute bei ihm im Krankenhaus gesessen bin, wo er sich zu 80% der gesamten Zeit aufhielt. Ich wusste von Anfang an, dass er Leukämie hat, was mich und meine Gefühle aber nicht im geringsten störte oder beeinflusste. Ganz im Gegenteil. Ich musste sogar noch eine gewisse Zeit um ihn kämpfen, dass er überhaupt für eine Beziehung bereit war, da er sich schon so in sich zurückgezogen hatte, was mich aber ebenfalls nicht zurückschreckte (Sturkopf lässt grüßen ^^). Nach vielen Tränen und Wutausbrüchen, und mit Hilfe von Andals nächtlicher Aktion, mich mit dem Roller ind Schickeria zu fahren *lol*, schaffte ich es dann endlich, sein Herz zu bewegen. Auch wenn wir nicht viel "normale" Zeit zusammen hatten, füllten wir diese mit wundervollen Erinnerungen. Wie es nunmal so kommt, hörten die Gefühle irgendwann auf und wir trennten uns freundschaftlich. Marco galt zu der Zeit mittlerweile als geheilt. Jedoch einige Zeit später erkrankte er erneut, bekam sogar eine erfolgreiche Knochenmarkspende, starb letztendlich aber an Lungenentzündung (das Immunsystem ist bei L-kranken sehr geschwächt). Das ironische daran war, dass er einige Tage davor noch Andals Sarg getragen hatte.

Der Trennung meiner Eltern möchte ich eigentlich nicht viel mehr hinzufügen als stückchenweise eh schon in den Einträgen verteilt steht. Es steigerte sich eben merklich über die letzten Jahre, dass sie nur noch gestritten haben, meine Mutter gar nicht mehr das Haus verlassen wollte und meinem Dad nur noch Vorwürfe gemacht hat. Kurz vor meinem 18. Geburtstag zog mein Dad dann aus, wobei ich diese Aktion mit gemischten Gefühlen miterlebt habe. Zum einen fühlte ich mich von ihm im Stich gelassen, zum anderen verstand ich ihn doch, da ich am liebsten selbst das Haus fluchtartig verlassen wollte. Diese Entscheidung übernahm jedoch kurz darauf meine Mutter, indem sie mich rauswarf und ich für längere Zeit zu Tobi zog/ziehen musste. Mein Bruder lebte zu der Zeit schon länger mit seiner Freundin zusammen und bekam eher wenig von dem ganzen Krieg mit. Umso mehr war ich das begehrte Opfer meiner Mutter, um ihre Wut abzulassen und irgendwem die Schuld zu geben. Nach einer gewissen Zeit kehrte ich wieder in mein altes zu Hause zurück, da man mit 18 Jahren (zumindest ist das bei mir so gewesen) doch noch nicht so bereit dafür ist, mit dem Freund zusammenzuwohnen. Ab da schaffte es meine Mutter so einen gewaltigen Hass gegen sie in mir aufzubauen, dass ich nun froh bin, sie wohl nie wieder sehen zu müssen, vor allem wo sie nun in NRW mit ihrem neuen Lover wohnt. Bis zum allerletzten Tag an dem ich nach Passau gezogen bin, machte sie mir das Leben zur Hölle, sperrte mich ständig aus dem Haus aus obwohl ich mitten in der Abi-Vorbereitung stand, machte mich vor allen möglichen Leuten schlecht was sich bis zur Bezeichnung als Schlampe zog (von der eigenen Mutter, das muss man sich mal reintun) usw. Aber der Gipfel war einfach kurz bevor sie nach NRW aufbrach. Tatsächlich versuchte sie noch einmal mich zu erreichen um,wie ich meiner Mobilbox entnehmen konnte, ein "klärendes Gespräch" zu führen. Nach allem was sie mir angetan hat, fällt ihr nichts besseres ein als noch zu versuchen ihr Gewissen zu beruhigen?! Viele verstehen mich hierbei nicht, aber ich möchte mit dieser Person nie wieder etwas zu tun haben.

Ich bin einfach nur froh, das alles irgendwie überstanden zu haben, wobei eindeutige Spuren davon zurückgeblieben sind. Wie soll man noch jemandem vertrauen können, wenn man von der eigenen Familie so enttäuscht wurde?! Wie kriegt man dieses Gefühl von Einsamkeit wieder los, wenn man schon zwei geliebte Menschen verloren hat und man nun gezwungener maßen allein und ohne Familie in einer Wohnung lebt?! Und wie soll man damit umgehen, wenn das Schicksal nicht aufhört einem so miese Streiche zu spielen?!
Letztendlich muss ich aber sagen, dass mir dieses Thema vom Schicksal meines Lebens schon aus dem Hals hängt. Ich möchte keinesfalls, dass irgendwie der Anschein aufkommt, ich würde damit nun alles rechtfertigen wollen oder Mitleid erwarten. Das einzige was ich möchte, ist ein wenig Verständnis. Ich weiß, dass es mir z.B. mit dem (ständigen) Liebeskummer oder der Trennung meiner Eltern nicht allein so geht, dass es manche Leute sogar noch schwerer haben als ich. Gar kein Thema. Dennoch muss ich gucken wie ich das alles verarbeite und damit in Zukunft zurecht komme. Da helfen mir die Probleme anderer leider nicht. Deswegen sehe ich meine Vergangenheit (die Probleme mit den Männern mal ausgeschlossen, sonst hab ich hier ja nichts mehr zu jammern ; ) hier endgültig als abgeschlossen.

Tears dry on their own...

Gestern Abend hatte ich noch ein langes Telefongespräch mit meinem Herzensbrecher, ohne dem es mir wohl heute nicht besser gehen würde. Wir haben nicht nur nochmal über seine und meine Sichtweise geredet, sondern ich habe auch einen wichtigen Aspekt erfahren, der meine ganze Entscheidung um 180° gedreht hat...
Dass er mich momentan nicht liebt, wusste ich vorher schon, doch dass er meint, dass die Wahrscheinlichkeit dafür schon sehr gering geworden sei, da das mit uns eben schon über einen längeren Zeitraum läuft, noch nicht. Natürlich war ich zunächst erst mal nur geschockt und verletzt, doch irgendwas muss in mir klick gemacht haben (oder ich hab mich wirklich schon an solche Situationen gewöhnt -_-), denn im Laufe des Gesprächs und auch jetzt, hat es aufgehört so weh zu tun. Vielleicht lernt man wirklich nach einer bestimmten Zeit und Anzahl von Enttäuschungen, mit sowas besser umgehen zu können, es leichter hinzunehmen und zu akzeptieren. Aber ich denke am meisten hilft es mir, dass wir wirklich Freunde bleiben, womit ich das Gefühl habe, nicht alleine mit der Sache dazustehen wie es z.B. bei Willy der Fall war.
In meinen Augen verliert man mit einer Beziehung (bzw. einem Lover wie ich es jetzt mal nenne) auch immer einen guten Freund, was auch der Grund ist, dass ich mit den meisten meiner Ex-Freunde noch befreundet bin. Darum tut es meiner Meinung nach auch immer doppelt weh wenn man sich trennt. Es ist nicht nur das gebrochene Herz oder die aufgegebenen Gewohnheiten und Erinnerungen, welche man mit diesem Menschen geteilt hat, die dabei so großen Schmerz hervorrufen. Es ist ebenfalls die Tatsache, dass man einen geliebten Menschen, mit dem man sich so gut verstanden hat, mit dem man so viel gelacht hat, verliert. Ob das nun endgültig ist oder nur, weil sich einer der Betroffenen zurückzieht und man sich in gewisser Weise auf einmal fremd wird.
Doch mit ihm ist das anders. Ich kann weiterhin mit ihm lachen, auf ihn zählen, mit ihm über alles reden oder einfach nur von ihm in den Arm genommen werden. Damit nimmt er mir einen großen Teil ab, den ich hätte verkraften müssen, und auch ich kann weiterhin für ihn da sein. Natürlich besteht nun die Gefahr, dass ich vielleicht so gar nicht über ihn wegkomme, aber so wie ich im Moment fühle, komm ich damit zurecht, solang ich mir immer vor Augen halte was Tatsache ist und nicht weiter mit falschen Hoffnungen lebe. Auch wenn es immer noch unendlich schade ist und mich immer noch traurig stimmt, bin ich mir sicher, dass es so der beste Weg ist.
Ein weiterer Punkt, der in meinem Kopf schwirrt, ist, ob ich überhaupt noch ein Risiko eingehen möchte. Nach wie vor sehne ich mich nach einer Beziehung aber blicke ich ein wenig zurück, wurde mir seit der Trennung von Jiri nur weh getan. Natürlich muss jeder mal diese Erfahrungen machen aber nicht nur in meinen Augen hätte ich es langsam mal verdient wieder glücklich zu werden. Stattdessen gerate ich immer an Typen, welche mir zwar mein Herz stehlen, eine gewisse schöne Zeit mit mir verbringen aber mich dann jedes mal abservieren. So in der Richtung "ich zeige dir wie schön es sein könnte, aber du kriegst es nicht, ätsch". Es sollte gesetzlich verboten werden, so etwas mit dem Herzen eines Menschen zu machen weil es wirklich nicht sehr human ist. Aber mal ehrlich... wann ist das Leben heutzutags noch human?!

It´s the heart that really matters in the end...

Irgendwie... ist es schon lächerlich. Ich denke mal jeder kennt das Gefühl man würde im falschen Film mitspielen; Momente, in denen man einfach nur dasteht und sich denkt "das kann doch nicht wahr sein"; Situationen, in denen man die Augen aufreißt und nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. So und nicht anders komm ich mir gerade vor.
So dumm wie ich bin, geb ich ja nicht auf nach meinem Glück zu suchen. Immer und immer wieder beiß ich die Zähne erneut zusammen und hoffe darauf, dass es doch gar nicht mehr schlimmer kommen kann. Aber (so wie wohl jeder meiner treuen Leser schon vermuten wird) kann es doch... und wie ^^´´´. Um es mal auf den Punkt zu bringen: endlich hat es einer geschafft mich von Willy wegzubringen, versetzt er mich in die gleiche Lage und setzt lediglich seinen Namen in die ganze Geschichte. Bei genauerer Betrachtung sind die Parallelen schon beängstigend, wobei ich ihm nicht nur einmal vorgeworfen hab, er hätte sich mit Willy abgesprochen (im scherzhaften Sinne, wobei ich im nachhinein nicht drüber lachen kann). Die gleichen Vorwarnungen, er wolle keine Beziehung zur Zeit (ich hasse dieses Kaugummi-Wort), die gleiche Zuneigung, die wirklich JEDER Hoffnungen machen würde ob gewollt oder nicht und bei der JEDE schwach werden würde (aber bekanntermaßen fehlt es Männern ja an vorausschauendem Denken; Bsp: "Ich bin schwanger." - "Wie konnte das denn passieren?!" Oô), die gleichen Sprüche, er wolle mir nicht weh tun und er habe mich unheimlich gern... gut, der Unterschied zu Willy liegt hierbei, dass ich es ihm wirklich auch jetzt noch glaube, aber kaufen kann ich mir davon nun auch nichts. Aber der Gipfel ist einfach die Aussage, er wolle nur, dass es mir gut geht (Willy äußerte dies in ähnlicher Form, als er mich abservierte... hahaha???). Dabei würde das doch in seiner, und nur seiner Hand liegen...
Halten wir das mal bitte fest: er mag mich, verbringt gern Zeit mit mir, vermisst mich auch hier und da laut einiger Mails, möchte mir nicht weh tun und nur das Beste für mich und er meint, es liege absolut nicht an mir, dass er keine Beziehung möchte. Er meinte sogar einmal, er verstehe sich selbst nicht, da ich eine Frau sei, die man eigentlich sofort heiraten müsste (so das musste hier einfach rein um mein Selbstvertrauen wieder etwas aufzubessern *muharhar*).
Nun das große AAABEEER: nach 10 Jahren Beziehung am Stück möchte er nun seine Freiheit genießen... Oô... *nach meinem Verständnis such*... em ja... was soll man darauf nur sagen?! Da ich ein absoluter Beziehungsmensch bin, kann ich das absolut nicht nachvollziehen, höchstens versuchen es zu verstehen. Tja, man kann sogar Nymphomanin sein und demjenigen nahezu perfekt gefallen, es reicht nicht.
Nun sitze ich mal wieder hier, hab aufgegeben drüber nachzudenken was mir fehlt, was ich falsch gemacht habe, denn ich denke frau könnte perfekt sein, es wird mann nie genügen.
Also denke ich lieber drüber nach, was für eine Ironie das Leben doch beinhaltet... Man ist doch irgendwie nie zufrieden mit dem was man hat. >Entweder beklagt man sich über das untreue Verhalten seines Partners (Schlampe, Macho) oder, dass dieser zu brav sei (Mauerblümchen, Muttersöhnchen). Man möchte eben immer das, was man nicht haben kann. >Man kann sich den Arsch aufreißen für jemanden, er/sie nimmt lieber das Auslaufmodell; macht man einen auf Auslaufmodell, ist man nicht mehr gut genug. Man kann es einfach keinem recht machen. >Und WENN man dann zueinander gefunden hätte, ist es die verkehrte Zeit.
Darum versuche ich zwar eine nahezu perfekte Freundin darzustellen, aber dabei meine Prinzipien nicht über den Haufen zu rennen. Auch ich bin z.B. eifersüchtig, aber leicht zu besänftigen; auch ich möchte genug Aufmerksamkeit, bin aber für Kompromisse immer bereit; auch ich streite gern, dafür ist der Versöhnungssex garantiert *grins*. Zudem hab ich ein unheimlich großes Kaugummi-Verständnis... ich lass mir so einiges gefallen aber irgendwann beginnen nunmal auch bei mir die Grenzen. Und die sind eindeutig erreicht... dennoch, gegen "Freiheiten genießen wollen" komm ich nicht an.
Auch jetzt hab ich keinen Hass auf Willy oder seinen Nachfolger, sie haben mich schließlich vorgewarnt. Aber ein gewisser Hass gegen Männer ist gewaltig gestiegen, geschweige denn von meinem Misstrauen. Es wär wirklich mal eine erfrischende Überraschung, wenn ein Typ aufkreuzen würde, der weiß was er macht und dazu steht. Keine lästigen Vorwarnungen, keine halbherzigen "Zuneigungserklärungen" mehr. Um das hier mal ganz klarzustellen: sollte so eine Aktion nochmal jemand bei mir probieren, auch wenn er dabei keine bösen Absichten hegt, kriegt er mit Garantie und Stempel einen gewaltigen Tritt in seine Weichteile. Dabei würde der Satz "ich häng ja noch an meiner Ex" oder "ich möchte meine Freiheiten genießen" schon reichen.

Weiterhin frage ich mich, wieso es mir so schwer gemacht wird glücklich zu werden. Oft kriege ich zu hören, ich mache es mir ja selber ständig so schwer, darauf kann ich nur sagen, ihr stellt euch das immer so einfach vor. Für mich hat eine Beziehung eben oberste Priorität und ist zur Zeit (*drauf rumkau*) mein sehnlichster Wunsch. Auch muss ich mir oft anhören, wenn ich so zwanghaft nach jemandem suche, werde ich ihn erst recht nicht finden oder die Enttäuschungen wären dann umso größer. Das mag schon stimmen, aber was bleibt mir denn anderes übrig?! Ich kann den ständigen Empfehlungen, ich solle doch einfach mein Leben leben, nicht folgen, weil ich schlicht und einfach keine Lebenslust mehr habe und es alleine auch nicht schaffen werde, es wieder aufzunehmen. Als hätte ich das nicht schon die ganze Zeit probiert... aber ist schonmal jemand gezwungen grinsend durch eine Disco gegangen? Der weiß dann wie doof man sich dabei vorkommt ; ). Ich will einfach nicht mehr allein sein (im Sinne von Beziehung versteht sich) und ich denke, dass das nicht zuviel verlangt ist. Aber es scheint ganz so als wär es ziemlich schwer mich zu lieben, bzw. meine Liebe zu erwiedern. Würde ich sonst wieder hier sitzen, heulen und mich darum kümmern müssen, mal wieder über jemanden hinweg zu kommen, den ich jetzt schon so vermisse, dass es mir mein Herz zerreißt?! Vor allem da ich weiß, dass wir zusammen so glücklich hätten sein können. Stattdessen wäre es ihm lieber mich mit einem anderen zu wissen, der mir geben könnte was ich möchte (das zeigt mal wie gern er mich hat x.x) und sagt mir nebenbei mitten ins Gesicht, wobei er weiß wie ich für ihn empfinde, dass es ja sein könnte, dass er morgen seine Traumfrau trifft. Und was ist mit mir??? Das alles natürlich nur, damit er kein schlechtes Gewissen hat wenn er seine Freiheit auslebt... ehhh ich mein natürlich damit er mir nicht weh tut. Soll ich jetzt lachen oder weinen?!

Mal Spaß und meine bekannte Ironie beiseite. Ich will ihn ja nicht schlecht machen hier (kam wohl bis jetzt nur so rüber ^^´´). Eigentlich waren wir uns ja von Anfang an einig, dass bei unserer Zusammenkunft keine Gefühle im Spiel sind. Aber wenn jemand so lieb, so charmant, so zärtlich und witzig ("Timmeee") ist wie er, und mir so geholfen hat über meinen Liebeskummer hinwegzukommen (meinen neuen jetzt mal vorweg gelassen), ist es da nicht klar, dass Gefühle aufkommen?! So kalt und herzlos kann man doch gar nicht sein, dass man sich zu diesem Menschen dann nicht hingezogen fühlt und sich wünscht, dass man das, was man da aufgebaut hat, nicht wieder verliert... Ich weiß, dass man auch ihm sehr weh getan und ihn im Stich gelassen hat. Auch kann ich es verstehen, dass er einfach mal seine Ruhe haben möchte. Aber was ich nicht verstehe, was ich nicht weiß, ist, warum er mich nicht warten lässt, und das würde ich egal wie lang. Nur macht er es mit Aussagen wie "ich könnte mich ja morgen in eine verlieben" oder "es wär besser für dich wenn du einen anderen findest" unmöglich. Er bricht damit nicht nur mein Herz sondern auch meine Hoffnung... und damit vielleicht schon das allerletzte Stück was ich noch besessen habe. Mir wäre es egal, wenn er sich austoben würde (solang er es mir nicht gerade auf die Nase bindet), wenn er keine Zeit für mich hätte oder viele Dinge in ihrer Priorität über mir stehen würden. Ist es denn nicht das, was Liebe ausmacht? Und eben das ist wohl das größte Problem, wobei er mir bis heute nicht weiß machen kann, dass das nichts mit mir zu tun hat... er liebt mich nicht.

Evanescence - My Immortal

Diesen Eintrag widme ich Marco und Andal, dessen Ableben zu unerwartet kamen und Abwesenheiten tiefe Risse hinterlassen.

I'm so tired of being here
Suppressed by all my childish fears
And if you have to leave
I wish that you would just leave
Cause your presence still lingers here
And it won't leave me alone
These wounds won't seem to heal
This pain is just too real
There's just too much that time cannot erase

Chorus:
When you cried I'd wipe away all of your tears
When you'd scream I'd fight away all of your fears
And I held your hand through all of these years
But you still have... All of me

You used to captivate me
By your resonating light
Now I'm bound by the life you left behind
Your face it haunts
My once pleasant dreams
Your voice it chased away
All the sanity in me
These wounds won't seem to heal
This pain is just too real
There's just too much that time cannot erase

Chorus

I've tried so hard to tell myself that you're gone
But though you're still with me
I've been alone all along

Within Temptation - Bittersweet

Wieso kann man Liebe nicht einfach festhalten...

If I tell you, will you listen, will you stay
Will you be here forever, never go away
Never thought things would change, hold me tight
Please don't say again that you have to go...

A bitter thought
I had it all
But I just let it go. Hold your silence
It's so violent since you're gone...
All my thoughts are with you forever
Until the day we'll be back together
I will be waiting for you...

If I had told you, you would've listened, you had stayed
You would be here forever, never went away
It would never have been all the same, all our time
Would have been in vain, 'cause you had to go...

The sweetest fall
Had it all
'Cause I did let you go
All our moments keep me warm
When you're gone...

All my thoughts are with you forever
Until the day we'll be back together
I will be waiting for you...

Within Temptation - Running Up That Hill

Ein Herz zu brechen ist einfach... doch in dieser Situation zu sein nicht. Wer wünscht sich als Opfer nicht, einfach tauschen zu können...

It doesn't hurt me.
Do you want to feel how it feels?
Do you want to know that it doesn't hurt me?
Do you want to hear about the deal that I'm making?
It's you and me here.

Chorus:
And if I only could,
Up I'd make a deal with God,
And I'd get him to swap our places,
Be running up that road,
Be running up that hill,
Be running up that building.
So if I only could.

You don't want to hurt me,
But see how deep the bullet lies.
Unaware I'm tearing you asunder.
Ooh, there is thunder in our hearts.
Is there so much hate for the ones we love?
Tell me, we both matter, don't we?
It's you and me won't be unhappy.

Chorus
With no problems.

C'mon, baby, c'mon darling,
Let me steal this moment from you now.
C'mon, angel, c'mon, c'mon, darling,
Let's exchange the experience, oh...

Evanescence - Whisper

Catch me as I fall
Say you're here and it's all over now
Speaking to the atmosphere
No one's here and I fall into myself
This truth drive me into madness
I know I can stop the pain
If I will it all away

Chorus:
Don't turn away
(Don't give in to the pain)
Don't try to hide
(Though they're screaming your name)
Don't close your eyes
(God knows what lies behind them)
Don't turn out the light
(Never sleep never die)

I'm frightened by what I see
But somehow I know
That there's much more to come
Immobilized by my fear
And soon to be
Blinded by tears
I can stop the pain
If I will it all away

Chorus

Fallen angels at my feet
Whispered voices at my ear
Death before my eyes
Lying next to me I fear
She beckons me shall I give in
Upon my end shall I begin
Forsaking all I've fallen for
I rise to meet my end